Wissenswertes

Korkschmecker

Ein Korkschmecker oder Korkton bezeichnet in der Weinsprache einen Geruchs- und Geschmacksfehler von Wein oder Sekt, der meist auf den Verschluss der Flasche, den Korken, zurückgeht. Dieser von Außen eingetragene Fehler wird individuell unterschiedlich wahrgenommen und führt zu Geruchs- und Geschmacksnoten, die die Aromatik des Produktes verändern und seinen Geschmack beeinträchtigen bzw. zerstören können.

Bei Korkstopfen handelt es sich um ein Naturprodukt. Jeder einzelne Korkstopfen unterscheidet sich in seiner Beschaffenheit von anderen. Die Sektkellereien fordern entsprechende Zertifikate der Korklieferanten ein, welche die gelieferten Produkte als „in Ordnung“ ausweisen müssen. Zusätzlich werden Kontrollen zum Ausschluss von Korkschmeckern durchgeführt.

Diese Kontrollen sind jedoch immer Stichprobenprüfungen, wobei der überprüfte Kork zerstört wird. Häufen sich bei der Überprüfung  die Fehlerquoten, wird eine Charge komplett aussortiert. Bedauerlicherweise gibt es bislang kein Prüfverfahren, wonach einzelne, fehlerhafte Korken vor Verwendung erkannt und aussortiert werden können.

Schon aus wohlverstandenem Eigeninteresse gehen die Unternehmen aber gewissenhaft mit dem Problem der Korkqualität um, denn das oberste Ziel muss immer die Zufriedenheit des Kunden sein.

Lagerung von Sektflaschen

Die modernen Fertigungsmethoden der Glasindustrie ermöglichen heute die Herstellung hochwertiger Glasflaschen. Eine speziell gehärtete Oberflächenbehandlung gewährleistet dabei, dass die Flasche dem hohen Innendruck stand hält.

Jede Flasche wird durch diese Oberflächenvergütung gegen Kratz- und Reibespuren bei normaler Beanspruchung geschützt, um die Festigkeit auf ihrem Weg bis zum Kunden zu konservieren.

Allerdings dürfen Sektflaschen nicht in Tonröhren oder Steinregalen gelagert werden, da die scharfen Kanten der Lagerröhren die Oberflächenvergütung der Flaschen beschädigen kann. Bei Sektflaschen raten wir daher dringend von dieser liegenden Lagermöglichkeit ab.

Überlagerte Ware

Sekt und Wein haben, wie jedes andere Naturprodukt, eine natürliche Lebens- und damit Alterungskurve. Sekt verlässt die Kellerei nach einer mehrmonatigen Reife auf der Höhe seiner geschmacklichen Entwicklung.

Alle bis dahin erreichten Qualitätsmerkmale konserviert er bei sachgerechter, stehender Lagerung – möglichst im Keller bei gleichbleibender, nicht zu hoher Temperatur – ungefähr zwei Jahre lang. Danach beginnt langsam die Zeit der Alterung, die Reife wird zur Überreife, zur „Firne“. Sekte mit einer leichten Altersnote können ihren eigenen Reiz haben. Es ist eine Frage des individuellen Geschmacks, ob der Sekt auch nach längerer Lagerzeit den Vorstellungen des jeweiligen Konsumenten entspricht.

Sekt und vegane Lebensweise

In den Herstellungsprozessen für Wein und Sekt werden ausschließlich branchenübliche und nur gesetzlich zugelassene Hilfsmittel eingesetzt. Hierzu gehört bei Bedarf, zur Bindung von im Wein eventuell vorhandener Trübstoffe, als Hilfsmittel Gelatine.

Die eingesetzte Gelatine verbleibt jedoch nicht im Wein, sondern wird  möglichst vollständig filtriert. Im Einzelfall können jedoch trotz aufwendiger Filtration Spuren von Gelatine im Wein verbleiben, sodass Sekt, wenn Gelatine verwandt wurde, nicht als „für vegane Lebensweise geeignet“ bezeichnet werden kann.