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#Q. b. A.-Schaumwein

Qualitätsschaumwein (Sekt) bestimmter Anbaugebiete = Sekt b. A.

Siehe auch: Verkehrsbezeichnung

#Q. b. A.-Wein

Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete

#Qualitätskontrolle

Amtliche Kontrolle, ob die Bezeichnung Qualitätsschaumwein, Sekt oder Qualitätsschaumwein b. A., Sekt b. A. gerechtfertigt ist; bei b. A.-Sekt auch Prüfungsnummer.

Gemäß Art. 118 zb VO 1234/2007 Anhang VIII, Abschnitt C, Nr. 2 VO 1493/99 können zur Qualitätsüberwachung und -kontrolle auf dem Schaumweinsektor die dafür zuständigen Stellen unter Beachtung der allgemeinen Verfahrensregeln der einzelnen Mitgliedstaaten von dem Hersteller oder Verkäufer den Nachweis für die Richtigkeit der für die Bezeichnung verwendeten Angaben betreffend die Art, die Nämlichkeit, die Qualität, die Zusammensetzung, den Ursprung oder die Herkunft des betreffenden Erzeugnisses oder der bei seiner Bereitung verwendeten Erzeugnisse verlangen. Kann ein solcher Nachweis nicht erbracht werden, ist die Angabe unzulässig.

Siehe auch: Hersteller

#Qualitätsschaumwein, aromatischer

Festgelegt durch Anhang XIb Nr. 6 VO 1234/2007, darf nur aus bestimmten »Bukettrebsorten« (darunter z. B. Huxelrebe, alle Muskatsorten, Scheurebe, Gewürztraminer) hergestellt werden. Er muss einen vorhandenen Alkoholgehalt von mindestens 6 % vol, Gesamtalkoholgehalt von mindestens 10 % vol und einen Überdruck von mindestens 3 bar haben. Aromatischer Qualitätsschaumwein und aromatischer Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete dürfen nur aus einer Cuvée gewonnen werden, die ausschließlich aus Traubenmost oder teilweise gegorenem Traubenmost besteht, der aus den im Verzeichnis der Anlage 1 VO 606/2009 aufgeführten Rebsorten hergestellt wurde. Die Steuerung des Gärungsprozesses vor und nach der Bildung der Cuvée kann, damit in der Cuvée Kohlensäure entwickelt wird, nur durch Kühlung oder durch andere physikalische Verfahren erfolgen. Das Zusetzen einer Versanddosage ist verboten (Anhang II Buchstabe C Nr. 9 VO 606/2009). Statt der üblichen Angabe mild kann der Zuckergehalt in Gramm je Liter (g/l) angegeben werden. Da der aromatische Qualitätsschaumwein – Herstellungsdauer nur mindestens einen Monat, zu geringer Überdruck und Alkoholgehalt – die Bedingungen für Qualitätsschaumwein (Sekt) nicht erfüllt, darf er nicht als »Sekt« bezeichnet werden.

#Qualitätsschaumwein

Sekt (Anhang II Buchstabe B VO 606/2009) muss mindestens 10 % vol vorhandenen Alkohol und darf nicht mehr als 185 mg/l gesamte schweflige Säure enthalten (Anhang I B C. 1.a VO 606/2007). Die Bestimmungen für die Herstellung von Qualitätsschaumwein (Sekt) gelten gemäß Anhang II Buchstabe B Nr. 3 auch die Vorschriften von Anhang II Buchstabe A und Buchstabe C VO 606/2009.

Die Herstellungsdauer einschließlich der Alterung muss

  1. mindestens sechs Monate betragen, wenn diese Gärung im Großbehälter, oder
  2. mindestens neun Monate, wenn diese Gärung in der Flasche stattfindet. Die Dauer der Gärung, durch die in der Cuvée Kohlensäure entwickelt werden soll, und die Dauer der Nichttrennung der Cuvée vom Trub (also die Lagerung auf der Hefe) beträgt mindestens:
    a) bei der Methode der Gärung im Großraum (Cuvéefaß) 60 Tage – 30 Tage, wenn die Gärung in Behältnissen mit Rührvorrichtung stattfindet;
    b) bei der Methode der Gärung in der Flasche: 90 Tage (Anhang II Buchstabe C Nr. 7 VO 606/2009). Erschwerte Bedingungen gelten für die Angaben »Flaschengärung« und »Flaschengärung nach dem traditionellen Verfahren« (»traditionelles Verfahren«). Die erste Angabe kann bei Filtrationsenthefung verwendet werden, wenn die Dauer der Lagerung auf der Hefe (dem »Trub«) in der Flasche mindestens 90 Tage beträgt; die zweite nur bei dem Rüttelverfahren und mindestens neunmonatiger Lagerung in der Flasche auf dem Trub. Die Lagerzeit auf der Hefe ist bei der Flaschengärung durch die EU-Weinmarktordnung also zu einem tragenden Element gemacht worden. Nur bei Qualitätsschaumwein (Sekt) bzw. -b. A. sind geografische und Jahrgangsangaben gestattet.
    Im Prinzip müssen bei geografischen Angaben die verwendeten Trauben zu 100 Prozent und bei Jahrgangsangaben zu 85 Prozent der Bezeichnung entsprechen (zu Einzelbestimmungen siehe die betreffenden Artikel); diese Angaben dürfen nur zusätzlich gebraucht werden. Nur bei Qualitätsschaumwein (Sekt) bzw. -b. A. darf auf eine gehobene Qualität auf Flaschen, Verpackung, Getränkekarten und Preislisten hingewiesen werden. Qualitätsschaumwein (Sekt) und (Sekt b. A.) muss, wenn er abgefüllt ist, bei 20 °C in Behältnissen mit einem Rauminhalt von höchstens 200 Millilitern – das betrifft also vor allem die Viertelflaschen – einen Kohlensäureüberdruck von mindestens 3,0 bar, in allen größeren Behältnissen (z.B. 1/2-, 1/1-, 2/1- und 4/1-Flaschen) einen Kohlensäureüberdruck von mindestens 3,5 bar aufweisen. Inländischer Qualitätsschaumwein (Sekt) muss durch eine zweite Gärung entstanden sein (Anhang II Buchstabe C VO 606/2009).

Siehe auch: Angaben, geografische Jahresangaben

#Qualitätsschaumwein b. A.

Mit Inkrafttreten des Weingesetzes von 2012 wurde dieser Begriff gestrichen. Nach den Regelungen der seit August 2008 gültigen VO 1234/2007 sowie der VO 607/2009 wurde die Bezeichnung Qualitätsschaumwein mit geschützter Ursprungsbezeichnung eingeführt.

#Qualitätssteigerung

durch Lagerung; Flaschenreifung; Sekt ist ausgereift (trinkfertig), wenn er die Kellerei verlässt.

Siehe auch: Flaschenreifung

#Quirl

Kleiner Holz-, Metall- oder Elfenbeinstab, der am Ende eine sternförmige Halbkugel trägt.

Ein abscheuliches Instrument, auch wenn es aus Gold oder Silber hergestellt wird, denn es macht, indem seine Umdrehungen die Kohlensäure aus dem Glas vertreiben, die mühevolle Arbeit der Schaumweinherstellung in Sekunden zunichte. Wem der Arzt die Kohlensäure verboten hat, der sollte keinen Sekt bestellen. Kredenzt man ihm unversehens schäumenden Wein, ist ihm das Quirlen zu verzeihen.