Lexikon » C

#Cabinet

als seit 1848 bestehende traditionelle Sektmarke nur in dieser Schreibweise für Sekt zugelassen, ohne (wie Kabinett bei Wein) eine bestimmte Qualitätsstufe zu bezeichnen.

#cava

(spanisch, »Keller«) Eine für spanische Qualitätsschaumweine geschützte Ursprungsbezeichnung.

#Champagner

Wie Burgunder oder Rheingauer ein substantiviertes Adjektiv; Bezeichnung der Weine aus dem Gebiet der alten Provinz Champagne.

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf schäumende Weine eingeengt und Gattungsname für diese in aller Welt. Seit 1908 wurde Champagne in Frankreich auf ein begrenztes geographisches Gebiet festgelegt (la région délimitée de la Champagne viticole). »Champagner« durfte seit 1919 nicht mehr als Bezeichnung deutscher schäumender Weine verwendet werden (zunächst Folge aus § 275 des Versailler Vertrags, dann des Madrider Herkunftsabkommens von 1891, dem das Deutsche Reich 1935 beitrat). Zur Herstellung sind nur die drei Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder), Pinot Meunier (Schwarzriesling) und Pinot Chardonnay zugelassen; aus der ersten und dritten wird auch in Deutschland Sekt hergestellt.

Die Herstellung erfolgt nur nach dem traditionellen Verfahren. Leitende Institution ist das C.l.V.C. (Comité Interprofessionnel du vin de Champagne) in Epernay. Die Ausfuhr von stillem Champagnewein (coteaux champenois) aus der zone délimitée ist nur in Flaschen erlaubt; also kann kein Sekt aus ihm hergestellt werden.

#champagnisieren

veraltet für versekten

Siehe auch: versekten

#Charmat

Eugéne Charmat; französischer Önologe, 1910 Erfinder eines Großraumgärverfahrens, nach dem dieses Verfahren im Englischen »Charmat method« heißt.

#CO2

Kohlenstoffdioxyd, Kohlensäure. Seine Löslichkeit in Wein und Schaumwein beträgt ein Mehrfaches derjenigen in Wasser; im Einzelnen hängt sie vom Alkohol, Extrakt usw. ab.

Siehe auch: Kohlensäure

#Coteaux champenois

(franz. coteau, »Abhang, Lage«) Bezeichnung der stillen Weine der Champagne (meist aus über die zugelassenen Hektarerträge hinausgehenden Erntemengen).

#Crémant

Der Ausdruck »Cremant« darf nur für Qualitätsschaumwein weiß oder rosé mit geografischer Angabe verwendet werden, wenn

  1. die Trauben von Hand geerntet werden,
  2. der Wein aus dem Most aus der Kelterung von ganzen oder entrappten Trauben gewonnen wird; die Menge des gewonnenen Mostes darf 100 l für 150 kg Lesegut nicht überschreiten;
  3. der Höchstgehalt an Schwefeldioxid 150 mg/l nicht überschreitet,
  4. der Zuckergehalt weniger als 50 g/l beträgt,
  5. der Schaumwein im Verfahren der traditionellen Flaschengärung hergestellt wird.
#Cuvée

Die Mischung von Weinen verschiedener Herkunft und verschiedener Jahrgänge zu einem harmonischen Ganzen (deutsch Verschnitt, alt auch Verstich). Die EG hat Cuvée definiert als den Most oder Wein oder die Mischung von Mosten oder Weinen mit verschiedenen Merkmalen, die zur Herstellung von Schaumwein bestimmt sind. Die zur Herstellung von Qualitätsschaumwein (Sekt) bestimmte Cuvée muss einen Gesamtalkoholgehalt von mindestens 9 % vol (Schaumwein 8,5 % vol) haben. Inländischer Most und Wein aus Mitgliedstaaten der EG dürfen untereinander verschnitten werden, sobald die Ausgangsstoffe als zur Herstellung von Schaumwein gekennzeichnet sind. Verschnitt mit Weinen aus Drittländern ist nicht zulässig.

Siehe auch: Verschnitt

#Cuvéefässer

Seit alters Bezeichnung der Großraumbehälter, in denen die Cuvée zusammengestellt wird. Ihr Fassungsvermögen beträgt bis zu mehreren hunderttausend Litern. Die Behälter sind aus V2a Stahl oder innen mit Glas oder Kunststoff ausgekleidet. Früher gab es sogar besonders bewehrte Cuvéefässer aus Holz. Seit 1984 bezeichnet Cuvéefass auch den Großraum-Gärbehälter

Siehe auch: Gärbehälter, Großraumgärbehälter