Position des Verbandes Deutscher Sektkellereien
zur "Frontal21"-Sendung des ZDF vom 12.01.2010, 21.00-21.45 Uhr

Deutsche Sekthersteller weisen Vorwürfe entschieden zurück

Wiesbaden, 13. Januar 2010 Die Behauptung der Fernsehsendung Frontal 21 vom 12.01.2009, die deutsche Sektindustrie verstoße gegen geltendes Recht, entbehrt jeglicher Grundlage. Das sagte Ralf Peter Müller, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sektkellereien, jetzt als Reaktion auf die Ausstrahlung des TV-Beitrags über exogene Kohlensäure. „Gerade wir als Hersteller eines hochqualitativen und hochgeschätzten Produktes legen größten Wert darauf, dem deutschen Verbraucher ein Stück Lebensfreude zu schenken. Die Sektherstellung findet in voller Übereinstimmung mit dem einschlägigen EU Recht statt. Die deutschen Sekthersteller weisen deshalb den Vorwurf als unwahr zurück. Wir bedauern, dass hier der sogenannte investigative Journalismus sich nicht zu schade ist, den Verbraucher bei diesem traditionsreichen Produkt zu verunsichern.“

In allen Sekt produzierenden Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden die gleichen Herstellungsregeln angewandt, wie sie im Übrigen auch schon seit über 100 Jahren Anwendung finden. Sie sind Garant für gute Qualität und deshalb auch ausdrücklich gesetzlich zugelassen.

Sekt ist das Ergebnis der zweiten Gärung von ausgesuchten Weinen mit einer Reifezeit von mindestens sechs Monaten. Im Verlauf dieser zweiten Vergärung bilden sich durch Spaltung von in Wein gelöstem Zucker Alkohol und Kohlensäure. Unter dem dabei entstehenden hohen Überdruck wird diese Kohlensäure in den Sekt eingebunden, weshalb später im Glas die erwünschten Perlen aufsteigen können.

Um den Sekt in der für den Verbraucher gewohnt hohen Qualität auf den Markt zu bringen, verwenden Sektkellereien bei der Umfüllung auf die Flasche Kohlensäure, um den Druck zu stabilisieren. Diese Kohlensäure ist lebensmittelchemisch und sensorisch mit der bei der Gärung entstehenden Kohlensäure identisch.

Bei der Umfüllung findet ein unvermeidbarer teilweiser Austausch der Kohlensäure statt. Dadurch kommt es weder zu einer qualitativen Beeinflussung des Sektes noch zu einer einer Erhöhung des Kohlensäuregehaltes. Der Einsatz von Kohlensäure findet in völliger Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen statt.

Die Verbraucher schätzen die Qualität der Sekte aus deutschen Kellereien, was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass Deutschland das Land mit dem weltweit höchsten Konsum an Sekt ist.

Weitere Informationen zum Thema:
Verband Deutscher Sektkellereien e.V.
65193 Wiesbaden
Geschäftsführer: Ralf Peter Müller
Telefon: 0611 / 52 10 33
www.deutscher-sektverband.de

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