Wein
in seiner großen Vielfalt ist der Rohstoff des Sektes. Entscheidend
für die Güte des Sektes ist die Auswahl der geeigneten Weine. Fachleute,
die diese verantwortungs-volle Aufgabe übernehmen, müssen über große
Erfahrung, Umsicht und ein Gespür für die Harmonie der Weine verfügen.
Ihnen obliegt es,aus ausgesuchten Weinen die Cuvée
zusammenzustellen, die den Sekt prägt.
Die Cuvée muss jährlich in gleicher Geschmacksrichtung auf den Markt
kommen, um den Wünschen einer bestimmten Verbrauchergruppe zu entsprechen.
Dies gilt für den Markensekt, der in Deutschland einen hohen Anteil
an der Gesamtproduktion hat.
Die deutschen Sektkellereien stellen auch Spezialitäten her, in
denen sich die Weine der Anbaugebiete und Sekte bestimmter Jahrgänge
wiederfinden.
Bei einem Sekt b.A. (auf dem Etikett steht der Name des bestimmten
Anbaugebietes) müssen 100 % der Trauben in diesem Gebiet geerntet
worden sein.
Lagensekt muss zu 85 % aus Weinen der angegebenen Weinbergslage
und zu 100 % aus Weinen des bestimmten Anbaugebietes hergestellt
werden. Trägt das Etikett die Angabe eines Jahrganges, so müssen
85 % der verwendeten Weine aus Trauben dieses Jahrganges stammen.
Dies ist auch so bei der Angabe einer Rebsorte
Wie
nun wird aus Wein Sekt ?
Durch Vergärung wird der Most zum Wein. Um aus diesem Wein Sekt
zu bereiten, muss eine zweite Gärung erfolgen.
Dies geht wie folgt vor sich:
Nach Zugabe von in Wein gelöstem Zucker und Reinzuchthefe, der Fachmann
spricht von Zusatz der Fülldosage oder Tiragelikör,
werden die zur Cuvée vermählten Weine in Flaschen bzw. drucksicheren
Fässern zur zweiten Gärung gebracht.
Bei der zweiten Gärung spaltet die Hefe den mit
der Fülldosage zugegebenen Zucker in Alkohol und Kohlensäure zu
gleichen Teilen auf. Es wird nun die Versanddosage zugegeben, um
dem Sekt den gewünschten Süßegrad zu verleihen. Nach den Vorschriften
der Europäischen Union darf die Versanddosage nur bestehen aus:
• Saccharose
• konzentriertem oder nicht konzentriertem Traubenmost
• teilweise gegorenem Traubenmost oder Wein
• auch vermischt ggf. mit Zusatz geringer Mengen von Weindestillat.
Drei
Herstellungsverfahren sind üblich:
1. Die traditionelle Flaschengärung >> Animation
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Bei
der traditionellen Methode der Flaschengärung erfolgt - wie seit
alten Zeiten - der Gärvorgang, das Rütteln, das Degorgieren
und der Verkauf in der gleichen Flasche.
Bei der Flaschengärung im Transvasierverfahren wird zunächst in
der Flasche vergoren, dann erfolgt unter Gegendruck das Umfüllen
zum Zwecke der Filtration. Nach Fertigstellung wird der Sekt wieder
in Flaschen gefüllt.
Durch die Vergärung und Lagerung in modernen Großraumbehältern
(auch "Charmat-Methode" genannt) können gößere
Mengen identischer Sekte hergestellt werden.