1971
- 1974
Da Regelungen des Weingesetzes von 1969 EG-Bestimmungen
zuwiderlaufen, erfolgt 1971 eine Neufassung des Weingesetzes. Der Schutz
für das Wort »Sekt« bleibt erhalten, bis 1973 die Kommission
der Europäischen Gemeinschaft die Bundesrepublik Deutschland verklagt, weil
dieser Schutz eine Diskriminierung ausländischer Erzeugnisse beinhaltet.
Die Kommission wendet sich auch gegen die Bindung der Bezeichnung »Prädikatssekt«
an deutsche Weine. 1974 gibt der Europäische Gerichtshof der Kommission
recht. Die Alleinstellung des Begriffes »Sekt« wird aufgehoben
und die Bezeichnung »Prädikatssekt« gestrichen
1989 führt Hanns Christof
Wegeler, Sektkellerei Deinhard, den Verband. In den folgenden
Jahren ändern sich die Aufgaben des Verbandes, wenngleich der Besteuerung
noch immer das Hauptaugenmerk gilt. Waren es bisher nationale Gegebenheiten
und Probleme, mit denen man sich auseinandersetzen musste, steht nun mehr
und mehr die Arbeit auf der Ebene der Europäischen Gemeinschaft im Vordergrund.
1999
wird Dr. Wolf H. Pröpsting, Henkell &
Söhnlein Sektkellereien KG, zum Präsidenten gewählt. Er übernimmt ein schwieriges
Amt in schwieriger Zeit. Ziel der Arbeit des Verbandes muss es jetzt sein,
Sekt aus deutschen Kellereien dem ihm gebührenden Platz zu sichern, trotz
zunehmenden Druckes aus anderen Ländern der Gemeinschaft und Übersee.
2007 wählen die Mitglieder des Verbandes Deutscher Sektkellereien Dr. Hans-Henning Wiegmann,
Henkell & Söhnlein Sektkellereien KG,zu ihrem Präsident. Die
sozialen Aspekte im Zusammenhang mit demGenuss alkoholischer Getränke
sowie die Reform der Weinmarktordnungsind jetzt die beherrschenden Themen.
Deutschland ist nach wie vor der größte Sektmarkt weltweit –
dies gilt es zu schützen und zu bewahren zusammen mit der besonderen
Sympathie, die Sekt aus deutschen Kellereienbeim Verbraucher genießt.
Dank
der Treue der deutschen Verbraucher und dem guten Preis-/ Leistungsverhältnis
wird aber auch hier ein Erfolg zu erreichen sein. Die Arbeit auf europäischer
und internationaler Ebene, um gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen zu schaffen,
steht mehr und mehr im Vordergrund.