1933 Das Ziel ist endlich erreicht: Der Schaumwein
wird steuerfrei; eine Rückgewinnung der Existenzgrundlage für die deutschen
Sektkellereien. Mit der Aufhebung des Schaumweinsteuergesetzes ist die Verpflichtung
verbunden, den Arbeitsmarkt zu entlasten, dem Weinbau zu helfen und eine
Gemeinschaftswerbung durchzuführen - zur Förderung des Absatzes. So kommt
es, dass dem Verband eine selbständige und in eigener Verantwortung arbeitende
Abteilung »Gemeinschaftswerbung« angeschlossen wird. Die Werbung
richtet sich an alle werktätigen Verbraucher. Ziel ist es klarzumachen,
dass Schaumwein kein Luxusgetränk mehr ist, sondern dass sich Jeder Sekt
zu feierlichen Anlässen leisten kann und sollte.
1935 Aufgrund der NS-Gesetzgebung tritt 1935 an die Stelle des Verbandes
eine Fachgruppe »Schaumweinindustrie der Wirtschaftsgruppe
Lebensmittelindustrie«.
1945
Nach 1945 steht die gesamte Bewirtschaftung unter Besatzungsregime, Rohstoffe
aller Art fehlen. Da die Besatzungsbehörden nur regionale Zusammenschlüsse
zulassen, wird ein »Verband Deutscher Sektkellereien
der französischen Zone« unter der Leitung von Christian
Adalbert Kupferberg und ein »Verband Deutscher Sektkellereien Großhessen«
unter Otto Schmidt, Sektkellerei Söhnlein gegründet.
1948
- 1952
Trotz insgesamt guter Grundlagen für einen
Neuanfang der deutschen Wirtschaft geht der einsetzende Aufschwung an den
Sektkellereien vorbei. Die Aufwertung des Kriegszuschlages von 3 RM auf
3 DM im Juni 1948 ist eine Katastrophe. Erst im November 1952, nach intensiven
Bemühungen des Verbandes, wird eine Schaumweinsteuer in Höhe von einer DM
je 1-Liter-Flasche festgesetzt. Hier beginnt der Siegeszug von Sekt aus
deutschen Kellereien. Unmittelbar voran geht die Übernahme der Präsidentschaft
durch Diether Hummel, Sektkellerei Burgeff
& Co., Hochheim im Jahre 1951. Er führt den Verband 38 Jahre lang bis
1989.
1969 Das neue Weingesetz von 1969 tritt in Kraft. Dort wird die
Bezeichnung Sekt für deutsche
Erzeugnisse geschützt. Die Bezeichnung »Prädikatssekt« wird
geschaffen für einen Sekt, der
zu 75% aus deutschem Wein hergestellt wurde. Als Gütesiegel für Sekt aus
deutschen
Kellereien wird die amtliche Prüfnummer eingeführt.